Kita-Situation in Gladenbach: Entscheidung naht!

Die GRÜNEN Gladenbach haben sich zum Ende der vergangenen Legislatur stark dafür eingesetzt, dass die prekäre und völlig inakzeptable Kinderbetreuungssituation ein Ende findet und neue Kita-Plätze in unserer Stadt entstehen. Im seltenen Konsens mit den anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung haben wir grundsätzliche Entscheidungen getroffen, von denen einige nun umgesetzt worden sind: Das Dorfgemeinschaftshaus in Runzhausen ist nun für zusätzliche Krippenbetreuung umgebaut und in der Hoherainstraße in Gladenbach hat zum 1. September eine “Außenstelle” der Ev. Kita Regenbogen, ebenfalls für Kinder bis 3 Jahre, den Betrieb aufgenommen.

Blick auf den Außenspielbereich der neuen Kita Hoherainstraße in Gladenbach (Juli 2021).

Diese kurzfristigen Lösungen sind aber vorübergehend. Wie Sie vielleicht wissen, soll eine dauerhafte Kita mit einigen Gruppen für die Regel- sowie die Krippenbetreuung entstehen. In der Diskussion sind zwei Alternativen: der grundhafte Umbau bzw. die Sanierung des alten Bahnhofsgebäudes und ein modularer Neubau “auf der grünen Wiese”.

Entscheidung für eine Variante soll bald fallen

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, eines haben sie gemeinsam: Es wird teuer für Gladenbach! Die Verwaltung war beauftragt, für beide Möglichkeiten eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu erstellen. Diese liegt nun vor und soll – so habe ich den Bürgermeister in der Presse verstanden – in einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung noch im November vorgestellt werden. Eine Entscheidung für eine der beiden Alternativen soll wohl ebenfalls noch in diesem Jahr fallen – offenkundig, um zumindest die ersten Vorplanungen im Haushalt 2022 abbilden zu können.

Der alte Gladenbacher Bahnhof (März 2021).

Die Zählgemeinschaft aus SPD und Freien Wählern hat sich schon sehr früh auf den alten Bahnhof als Ort für die neue große Kita festgelegt – schon deshalb, weil sie meint, das sei ihre Idee gewesen. Die CDU-Fraktion dagegen favorisiert einen Neubau an anderer Stelle.

Die Fraktion der GRÜNEN hat sich noch keine Meinung gebildet. Wir wollen zunächst die Details der Wirtschaftslichkeitsberechnung abwarten. Anschließend werden wir das Ergebnis diskutieren und entscheiden, wie wir uns bei einer Abstimmung verhalten werden. Ich meine, das ist der richtige und vernünftige Weg.

Weitere Informationen sind notwendig

Ergänzung (20.12.2021): Die Wirtschaftlichkeitsberechung der Varianten “Sanierung Bahnhof” und “Neubau auf städtischem Grundstück” liegt nun vor – und hat uns gelinde gesagt überrascht. Beide Varianten nehmen sich nicht viel und würden um die sechs Millionen Euro kosten. Die Summe steht im krassem Missverhältnis zu Zahlen, die die Stadtverordnetenversammlung von anderer Seite einmal vorgelegt bekommen hat. Deshalb hat man nun beschlossen, weitere Informationen einzuholen.

Es gibt noch viele Fragezeichen, die wir nun auflösen sollten. Deshalb begrüße ich, dass das Parlament noch keinen Beschluss zugunsten einer der in Rede stehenden Varianten treffen will. Eine nicht nur finanziell, sondern auch städtebaulich derart weitreichende Entscheidung sollten wir nicht leichtfertig treffen.

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