Presseschau zum Kommunalwahl: Das sind die Ziele der GRÜNEN

Vergangene Woche konnten Junge Liste/Grüne-Fraktionsvorsitzender Edmund Zimmermann und ich uns mit dem Hinterländer Anzeiger zum Pressegespräch treffen. Thema: Unsere Ziele für die kommenden fünf Jahre Kommunalpolitik. Am Freitag erschien dann der Artikel, in dem kurz und knapp die wichtigsten Anliegen der Jungen Liste/Bündnis 90/Die Grünen vorgestellt werden. Hier wird – wie immer in der Presseschau – der Bericht aus der Zeitung zitiert; die Online-Version können Sie hier nachlesen (nachdem Sie die Bezahlschranke geöffnet haben).

“Gladenbach gemeinsam gestalten”

Mehr Klimaschutz und Bürgerbeteiligung, dazu eine neue Art der Mobilität und ein attraktives Wohnumfeld: Dafür wirbt die Junge Liste. Bei der Kommunalwahl am 14. März treten Gladenbachs Grüne mit 16 Kandidaten für das Stadtparlament an.

“Wir haben uns vorgenommen, dass unsere neue Fraktion eine starke Stimme bekommt, um die Zukunftsthemen angehen zu können”, sagt Spitzenkandidat Gregor Hofmeyer. Ihr Wahlprogramm hat die Junge Liste mit “Gladenbach gemeinsam gestalten” überschrieben.

Ein Schwerpunkt ist der Natur- und Klimaschutz. “Alle zusammen in der Stadt können viel erreichen. Jeder soll motiviert werden, etwas zu tun”, betont Hofmeyer. Hilfestellungen geben und Aufklärungsarbeit leisten wollen die Grünen unter anderem bei der naturnahen Bepflanzung von Gärten, bei der Dach- und Fassadenbegrünung sowie bei der Anlage von Biotopen.

“Klimaschutz muss in der Kommunalpolitik endlich einen höheren Stellenwert bekommen”, betont Hofmeyer. Der sei dringend notwendig, “damit wir gemeinsam die Folgen der Klimakrise abmildern können”. Gladenbach sollte deshalb auch Klimakommune werden – und sich dem Bündnis von 275 hessischen Städten, Gemeinden und Kreisen anschließen. “Wichtig ist, dass das Klimakonzept der Stadt regelmäßig fortgeschrieben wird”, erklärt Fraktionsvorsitzender Edmund Zimmermann.

Ansatzpunkte und Fördermöglichkeiten für Projekte sind nach Einschätzung der Jungen Liste ausreichend vorhanden. Als Beispiele nennen sie Blühflächen auf städtischem Grund, Photovoltaikanlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude und die energetische Sanierung dieser Häuser, Beratungsangebote für Bürger, die Umstellung des öffentlichen Fuhrparks auf alternative Antriebe und Müllvermeidungsstrategien. Ebenso plädieren sie dafür, Gladenbach zur “essbaren Stadt” zu machen, in der Gemüse und Obst auf öffentlichen Plätzen und in Parks geerntet werden darf.

Mit Blick auf die politische Arbeit plädieren die Grünen für den Leitgedanken “Miteinander statt gegeneinander”. Zimmermann: “Die parteipolitischen Interessen müssen ebenso außen vor bleiben wie die persönlichen Befindlichkeiten.” In den Gremien sollte die konstruktive Sacharbeit im Vordergrund stehen. “Gute Ideen werden im Moment kategorisch abgelehnt, nur weil sie aus der falschen Ecke kommen”, berichtet Hofmeyer. Auf der Agenda der Jungen Liste steht eine “familienfreundliche Stadt” sowie ein “attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Arbeiten”. Dazu gehört eine ausreichende Versorgung mit Kindergartenplätzen im gesamten Stadtgebiet. “Die dann aber auch finanzierbar sein muss”, ergänzt Hofmeyer.

Damit Gladenbach für alle Generationen attraktiv bleibt, braucht es nach Meinung der Grünen bezahlbaren Wohnraum, eine gute ärztliche Versorgung, eine vielfältige Geschäftswelt und Gastronomie, eine starke und abwechslungsreiche Vereinslandschaft, Kultur- und Freizeitangebote sowie ordentliche Rad- und Busverbindungen. “Unsere Maßgabe ist: Lasst es uns gemeinsam machen – mit allen politischen Akteuren und mit den Gladenbacher Bürgern”, erklärt Hofmeyer.

Beim Thema Radverkehr muss Gladenbach aus Sicht der Jungen Liste kräftiger in die Pedale treten. “Viele Kommunen um uns herum sind da einen Schritt weiter”, sagt Hofmeyer. Um den Radverkehr voranzubringen, braucht es eine bessere Infrastruktur. Das innerstädtische Radverkehrskonzept des Kreises sei da ein erster guter Schritt, erklären die Grünen. Die Stadtteile müssten aber ebenfalls eingebunden werden. Ein langfristiges Ziel sei ein 50 Kilometer umfassendes Radwegenetz für die gesamte Stadt. Der von den Grünen mitinitiierte “Runde Tisch Radmobilität” soll nach der Wahl erste Vorschläge erarbeiten. Eine bessere Anbindung der kleineren Gladenbacher Stadtteile an den öffentlichen Nahverkehr hat für die Junge Liste ebenfalls Priorität. Dies könnte mithilfe eines Bürgerbusses erreicht werden. “Der soll keine Konkurrenz zum Anruf-Sammel-Taxi sein, sondern den ÖPNV ergänzen”, erklärt Zimmermann.

Eine bessere Bürgerbeteiligung ist für die Grünen ein weiterer wichtiger Baustein. Über ein Bürgerforum könnten bei wichtigen Themen – wie der Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets – die Sachkunde und das Wissen von interessierten Gladenbachern eingeholt werden. “Das vermindert den Frust, macht politische Entscheidungen nachvollziehbarer und transparenter und stellt sie auf eine breitere Basis”, erklärt Hofmeyer. Außerdem wollen die Grünen ein Kinder- und Jugendparlament sowie einen Beirat für Senioren einrichten.

Hinterländer Anzeiger v. 05.03.2021, S. 16

Hier gibt’s weitere Infos

Wer für die Junge Liste/Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl antritt, erfahren Sie hier. Wir haben die Kandidat*innen auf der Internetseite der GRÜNEN Gladenbach auch etwas genauer vorgestellt.

Sie möchten wissen möchten, wie ich die derzeitige Situation für Radfahrende in Gladenbach einschätze und welche Maßnahmen ich konkret für diskussionswürdig halte, um die Situation zu verbessern? Dann lesen Sie doch bitte meine Antworten zum Fragebogen des ZukunftsForums Gladenbach anlässlich der Bürgermeisterwahl.

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